Repo Men
Repo Men ist die Verfilmung des Romans Reposession Mambo von Eric Garcia und ruft Erinnerungen an Genreklassiker wie Blade Runner oder Total Recall wach. Durchaus gute Erinnerungen sogar.
Natürlich habe ich bis vor kurzem keinen Schimmer gehabt, um was es in Buch und Film überhaupt geht. Und ich kann auch jetzt nicht sagen, ob das Buch viel toller ist als der Film, weil ich es nicht gelesen habe. Doch wer sich mit den Motiven der genannten Klassiker ein wenig auskennt, dürfte recht schnell die sozialkritische Ebene von Repo Men erreichen. Denn auch wenn er auf rottentomatoes.com mit ganz hässlichen 22% abgestempelt wird, ist Regisseur Miguel Sapochnik meiner Meinung nach eine kleine, widerspenstige SciFi-Perle gelungen.
Jude Law und Forest Whitaker spielen Remy und Jake, deren Job es ist, für ein Unternehmen namens “The Union” nicht bezahlte Ware zurückzuholen. Dabei handelt es sich um künstliche Organe, die zu horrenden Summen an kranke Menschen verkauft werden. Ob Lungenkrebs, Herzfehler oder einfach nur schlechtes Gehör: technisch gesehen stellt das in der Zukunft kein Problem mehr dar. Nur die Preise von über einer halben Million Dollar sind für die meisten kaum zu stemmen. Immerhin gibt es die Möglichkeit der Ratenzahlung, mit einem Jahreszins von mickrigen 19%.
Die beiden werden immer dann geholt, wenn die Kunden ihren Forderungen nicht mehr nachkommen können, was oft nur eine Frage der Zeit ist. “Wenn man die Raten für sein Haus nicht zahlt, holt es sich die Bank zurück.”, sagt Remy in einem Monolog am Anfang. “Wenn man die Raten für seine Leber nicht zahlt, komme ich ins Spiel.” Dann betäubt er seine Ziele, stülpt sich in seliger Ruhe einen Overall über und fängt an zu operieren. Das Organ nimmt er mit, der Rest bleibt liegen. “Ein Job ist ein Job”, sagt er.
Blade Runner ist der erste Film, dem man geistige Vaterschaft attestiert. Remy geht seiner Arbeit mit derselben ungerührten Konzentration nach wie damals Harrison Ford’s Decker. Mit dem Unterschied, dass Decker der Arm des Gesetzes war, Remy als Handlanger einer Firma jedoch rein wirtschaftliche Interessen vertritt. Und wo Decker den grübelnden Zweifler gab, beobachtet man bei Remy Lust am Jagen und eine fast bedenkliche Unfähigkeit, über das Töten zu reflektieren. Auf privater Ebene ist er hingegen ein fürsorglicher Vater, der mit Eheproblemen kämpfen muss. Kein Wunder: Wenn während einer Party die Grillschürze spontan dazu missbraucht wird, eine Niere zu entfernen, gefällt das den wenigsten Ehefrauen..


Zum Ende von 1–1 begegnet man immer wieder diesen hässlichen schwarzen Schnecken, die mit einem Speer und einem Schild bewaffnet sind. Treffen sie euch mit einem Stoß ihrer Waffe, zieht das einen nicht zu verachtenden Teil Lebensenergie ab, wie man das von DS halt kennt. Der Nachteil, mit dem diese Viecher zu kämpfen haben, ist ihre Langsamkeit. Sind halt auch Schnecken. Außerdem sind sie mit einem Angriff von hinten recht einfach zu besiegen, weil sie dort ungeschützt und ohne Verteidigungsmöglichkeit sind. Mit einem schweren Stoß in den Rücken oder zwei, drei schwachen Attacken, hat man die Dinger schnell vom Hals.